Beiträge von bhkw-infozentrum

    UPDATE - Inkrafttreten des neuen KWK-Gesetzes

    Am 27. Juli 2021 traten die Veränderungen des KWKG 2021 in Kraft. Diese wurden am 26. Juli 2021 im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 47 im Artikel 12 des "Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsgesetz" (16.07.2021) veröffentlicht. Die Veränderungen zum KWK-Gesetz finden sich auf den Seiten 3073 bis 3076 der Bundesgesetzblatt-Veröffentlichung

    Hi,

    vereinfacht ausgedrückt:
    Für die selbstgenutzte KWK-Strommenge bekommt der Betreiber einer KWK-Anlage nur dann eine KWK-Förderung (KWK-Zuschlag), wenn die KWK-Anlage eine Nettoleistung von bis zu 100 kW aufweist.
    Die Strommengen, die bei KWK-Anlagen über 100 kW an Dritte verkauft oder ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist werden, werden auch bei größeren KWK-Anlagen gefördert.
    Über 500 kW gibt es dann keine festen Fördersätze mehr und der KWK-Anlagenbetreiber muss über die AUsschreibung der Bundesnetzagentur einen Förderzuschlag erhalten.
    Ob es sinnvoller ist, zwei KWK-Anlagen bis 100 kW statt eine KWK-Anlage mit z. B. 250 kW zu betreiben, ergibt sich aus einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

    :!:Wichtig - wenn KWK-Anlagen an einem Standort innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Dauerbetrieb gehen, werden sie als EINE KWK-Anlage gewertet.

    Die Regelung der "Halbierung der Fördersätze" gilt nur für modernisierte BHKW-Anlagen - also mindestens 10 Jahre existierende KWK-Anlagen, die nach einer Modernisierung seit dem 1.1.2020 oder zukünftig wieder in Betrieb genommen wurden bzw. werden.
    Neuanlagen - also ein komplett neues Kompaktmodul - sind davon nicht betroffen. Als Neuanlage im Sinne des KWK-Gesetz gilt auch eine Ersetzung, bei der eine bestehende KWK-Anlage vollständig demontiert und durch ein neues Modul komplett ersetzt wird.

    Guten Morgen,
    Ihr Nachbar irrt.
    Die Technische Anleitung Lärm (TA Lärm) gilt auch für Mini-KWK-Anlagen. Es existiert keine Ausnahmeregelung.
    Sofern die Grenzwerte (Immissionswerte) überschritten sind, muss die BHKW-Anlage nachgerüstet werden.

    Erst einmal muss ein Fachmann den Schallpegel (Immissionswert) bestimmen. Da werden Sie wahrscheinlich in finanzieller Vorleistung gehen müssen. Bei Überschreitung der Schallwerte sollten Sie das Gespräch mit dem Nachbarn suchen oder eine Anzeige erstatten.
    Ggf. benötigen Sie hierfür die Unterstützung eines Fachanwalts.

    Guten Morgen,

    ich gehe davon aus, dass die 140.000 kWh Erdgasbedarf dem Wert auf der Erdgasrechnung entspricht - also auf den Brennwert bezogen ist. Demnach rund 126.000 kWh Erdgasbedarf auf Heizwert. Dies entspricht bei 90% Nutzungsgrad des Heizkessel einem Wärmebedarf von rund 110.000 kWh (abgerundet).

    Der Heizkessel erscheint mir demnach eher überdimensioniert. Falls dieser einmal ausgetauscht werden sollte, würde da ein Heizkessel mit 100-120 kW sehr gut ausreichen.

    Die thermische Leistung der BHKW-Anlage könnte bei einem derartigen Versorgungsobjekt zwischen 20 und 30 kW liegen. Das würde (ganz grob) einer elektrischen Leistung in Höhe von mindestens 9 kW bis maximal 18 kW entsprechen.
    Eine BHKW-Anlage mit 5-6 kW erscheint mir hier eher zu klein ausgelegt.

    Guten Morgen

    am besten schaust Du mal in den "Leitfaden Agri-Photovoltaik" nach.

    Für Agri-PV-Anlagen die im Außenbereich errichtet werden sollen, gelten meiner Meinung nach dieselben Regelungen wie für die Errichtung einer PV-Freiflächen-Anlage.

    Nach dem EEG 2021 werden nur noch Anlagen unter 100 kWp direkt und fest vergütet. Von 100 bis 750 kWp müssen neue Anlagenbetreiber das Marktprämienmodell mit der Direktvermarktung wählen. Ab 750 kWp ist im Gesetz kein fester Satz eingetragen.

    Neu erprobt wird ab 2022 die Innovationsausschreibung (InnAusV) für Agri-PV-, Floating-PV- und Carport-PV-Projekte, mit einem Ausschreibungsvolumen von gemeinsam 150 MWp.

    Guten Morgen,
    das Gesetz wurde am 24. Juni 2021 im Deutschen Bundestag beschlossen und am 25. Juni 2021 vom Deutschen Bundesrat bestätigt. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger steht noch aus (Stand: 14.07.2021). Anschließend tritt das Gesetz in Kraft und ersetzt rückwirkend die "alte Regelung".

    Demnach wird die Regelung mit 30.000 Vollbenutzungsstunden á 8/16 Cent komplett rückabgewickelt.

    Weitere Infos unter "Modernisierte Mini-KWK-Anlagen erhalten weniger KWK-Förderung".


    UPDATE (02. August 2021) - Inkrafttreten des neuen KWK-Gesetzes

    Am 27. Juli 2021 traten die Veränderungen des KWKG 2021 in Kraft. Diese wurden am 26. Juli 2021 im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 47 im Artikel 12 des "Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsgesetz" (16.07.2021) veröffentlicht. Die Veränderungen zum KWK-Gesetz finden sich auf den Seiten 3073 bis 3076 der Bundesgesetzblatt-Veröffentlichung

    Letzte Woche hat das BHKW-Infozentrum in dem Bericht "Modernisierte Mini-KWK-Anlagen erhalten weniger KWK-Förderung" über die Halbierung der KWK-Zuschläge für modernisierte Mini-KWK-Anlagen im Leistungsbereich bis 50 kW elektrischer Leistung berichtet.

    Diese Regelung gilt rückwirkend. Betreiber von Mini-KWK-Anlagen, die eigentlich mit einem KWK-Zuschlag in Höhe von 16 Cent/kWh bzw. 8 Cent/kWh gerechnet hatten, erhalten nun lediglich 8 Cent/kWh bzw, 4 Cent/kWh.

    Welche Erfahrung mussten Sie im Zusammenhang mit dieser Neuregelung machen?

    Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und wie Sie damit umgehen mit.

    Ökologisch erscheint das ja nicht besonders sinnvoll - und das ist die freundliche Formulierung.

    Bereits jetzt wird nur die Hälfte der Wärme genutzt - und nun soll noch ein Wärmekraftwerk errichtet werden?

    Für was wird denn die Wärme verwendet? Ist in dem Wärmebedarf in Höhe von 900.000 kWh der Bedarf für die Fermenterbeheizung enthalten?

    Aha -
    grundsätzlich ist es ja interessant, welcher Anteil des PV-Stroms wahrscheinlich intern genutzt werden kann -
    da würde ich aber eher aus den jeweiligen Monaten eine durchschnittliche Woche in den zwölf Monaten generieren. Also eine typische Maiwoche, eine typische Juniwoche etc.
    Wie groß soll denn die PV-Anlage maximal werden?

    Hi -
    wie willst Du denn eine ecopower 4,7 kW, die nicht mehr vertrieben wird, modernisieren?
    Ich gehe davon aus, dass du das gesamte Modul demontierst und ein neues Modul von einem anderen Hersteller einbaust. Ggf. kannst Du Teile der elektrischen und hydraulischen Anlage weiter verwenden - und ggf. sogar die Abgasanlage, wenn sie kein Kunststoff-Stecksystem ist.
    Ist das so angedacht?

    ... Für mich wäre interessant die Förderhöhe für modernisierte KWK-Anlage ab 50 kWel bis 2 MWel zu erfahren? Und wie änderst es sich mit Vollbenutzungsstunden nach der Modernisierung...

    Sofern Sie den Leistungsbereich über :!:50 kW bis 2 MWel meinen:
    Hier sind keine Änderungen gegenüber der bisherigen Regelung vorgesehen.
    Es gilt weiterhin:

    • bei Einhaltung der Bedingungen für eine Modernisierung
    • für KWK-Anlagen bis 500 kW elektrischer Leistung
    • 30.000 Vollbenutzungsstunden Förderdauer bzw. 15.000 Vollbenutzungsstunden Förderdauer
    • bei mehr als 50% bzw. mehr als 25% der Kostenaufwendung für eine Modernisierung gegenüber einer Neuanlage
    • zur gleichen Förderhöhe wie eine Neuanlage
    • und maximal 3.500 förderfähigen Vollbenutzungsstunden pro Jahr ab dem Jahre 2025

    Betreiber von KWK-Anlagen über 500 kW elektrischer KWK-Nettoleistung müssen die Vorgaben des KWK-Gesetzes und der KWK-Ausschreibungsverordnung erfüllen - und bei einer Ausschreibung einen Zuschlag erhalten. Ansonsten erhalten diese Betreiber keine KWK-Förderung-

    Ist in dieser Legislaturperiode noch mit einer ggf. rückwirkenden Änderung von § 7 Absatz 3a KWKG 2020 zu rechnen?

    Es geht mir speziell um die Frage, mit welcher Vergütung ich für den eingespeisten bzw. selbstgenutzten Strom bei einer Modernisierung rechnen kann: 8/4 oder 16/8 Cent/kWh?

    Nach dem aktuellen Wortlaut wären es 8/16 Cent!!

    Sie beziehen sich auf die Gefahr einer rückwirkend geltenden Halbierung der KWK-Zuschläge.
    Man muss abwarten, was mit der EU-Kommission verhandelt wurde. Inzwischen sind diese Verhandlungen abgeschlossen. Idealer Weise sollte noch in der Legislaturperiode - also bis Ende Juni - eine Neuregelung im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags und anschließend im Bundestag selbst beschlossen werden.
    Um welchen konkreten Fall geht es denn bei Ihnen?

    Wenn jetzt ein weiteres BHKW für den Eigen(-Strom)bedarf installiert wird, was passiert dann mit der Wärme? (Stichwort: Verdrängungsverbot?) Welche Auswirkungen hat das auf die Vergütung?

    Wieviel der Wärme der biogasbetriebenen BHKW-Anlagen wird denn genutzt?
    Wieviele Stunden soll denn das BHKW für den Eigenstrombedarf laufen?
    Mit welchem Brennstoff soll denn das neue 50 kW BHKW betrieben werden - also welche Alternativen?

    Guten Tag,


    das KWK-Gesetz 2020/2021 sieht bei Anlagen über 500 kW (bis 50 MW), die erstmalig oder nach einer 50%-Modernisiserung wieder in Betrieb genommen werden, ausschließlich eine Förderung durch Ausschreibung vor.

    Dabei muss der gesamte Strom in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist werden. Eine teilweise Nutzung für Eigenversorgung (siehe Zitat) ist nicht möglich.

    Zitat

    Das BHKW ist an ein Wärmenetz angeschlossen und speist den erzeugten Strom zum großen Teil in das öffentliche Netz ein.


    KWK-Anlagen bekommen keine vermiedene Netzentgelte. Sofern eine Stromsteuer-Rückerstattung gewährt werden sollte, muss diese angerechnet werden.
    Vorsicht: Die Leistungsgrenze (2.000 kW) bezieht sich beim Stromsteuergesetz auf die BRUTTOleistung und nicht auf die KWK-Nettoleistung wie beim KWKG.

    Die KWK-Zuschläge (Förderung KWK-Gesetz) sind an die Anlage gekoppelt. Daher sehe ich hier keine Probleme.

    Bei der Energiesteuer sehe ich auch keine Probleme.
    Hinsichtlich der EEG-Umlagebefreiung müsste ich noch einmal in mich gehen... ;-) Ändert sich die postalische Adresse bzw. das Flurstück bei der Versetzung?


    Die wichtigste Fragestellung ist: Wurde die BHKW-Anlage in dem anderen Gebäude als Erfüllungsoption des EWärmeG bzw. der EnEV angewandt?!? Und wenn ja: Wie soll im bisher von der BHKW-Anlage versorgten Gebäude das EWärmeG erfüllt werden?

    Der Stromanschlussnehmer ändert sich nicht. Stromnutzer sind ja unabhängig vom Stromanschlussnehmer. Wenn da aber keine Drittverbraucher im anderen Gebäude sind, wäre ich da entspannt.
    Wieviele Stunden läuft das BHKW denn derzeit pro Jahr - und wieviel soll es im zweiten Gebäude mal laufen?


    Die technische Einbindung der BHKW-Anlage im neuen Gebäude zu errichten, ist ja auch mit Kosten verbunden - daher erscheint mir das kein finanzieller Selbstläufer zu werden.

    Warum nicht ein zusätzliches BHKW im zweiten Gebäude? Würde der Strombedarf dafür ausreichen?
    Oder ist das BHKW im jetzigen Gebäude unwirtschaftlich?